Was kostet eine Website 2026? Der ehrliche Leitfaden
Die Antwort, die Unternehmer hassen: Es kommt darauf an. Aber worauf es ankommt, ist weit konkreter, als die meisten Agenturen zugeben. Hier sind die tatsächlichen Kosten - und was Sie für jedes Budget bekommen.
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Jeder Unternehmer, der schon einmal gefragt hat „Was kostet eine Website?”, hat dieselbe unbefriedigende Antwort erhalten: „Das kommt drauf an.” Die Berater haben technisch recht - es kommt tatsächlich darauf an. Aber worauf es ankommt, ist weit konkreter und messbarer, als die meisten Agenturen im Erstgespräch zugeben möchten.
Dieser Leitfaden schlüsselt auf, was Websites 2026 je nach Art des Projekts tatsächlich kosten, was Sie in jeder Preisklasse erhalten, was in Angeboten fast immer fehlt - und wie Sie beurteilen, ob eine Investition eine Rendite abwirft.
Website-Preisklassen 2026
Website-Kosten lassen sich in vier Klassen einteilen. Jede hat andere Voraussetzungen, andere Ergebnisse und ein anderes Risikoprofil.
Klasse 1: Baukastensysteme (0–600 €/Jahr)
Jimdo, Wix, Squarespace und ähnliche Plattformen ermöglichen den Website-Aufbau ohne technische Kenntnisse. Die monatlichen Kosten liegen bei 10–50 €, mit Rabatt bei jährlicher Zahlung. Eine kleine Unternehmenswebsite auf Jimdo kostet etwa 150–400 € pro Jahr zuzüglich Domain.
- Für wen geeignet: Freiberufler, Nebenprojekte, Gründer in der Validierungsphase
- Was Sie erhalten: Template-Design, einfaches Hosting, SSL, mobiloptimierte Layouts
- Was fehlt: Performance-Optimierung, individuelle Funktionen, technische SEO-Kontrolle, Skalierbarkeit
- Die echte Einschränkung: Seitenladegeschwindigkeiten liegen in Google PageSpeed Insights konstant bei 40–60 Punkten. Schlechte Core Web Vitals begrenzen Ihre SEO-Möglichkeiten und senken die Qualitätswerte von Ads-Landingpages.
Klasse 2: Freelancer oder Template-Agentur (2.000–8.000 €)
Ein Freelancer oder eine kleine Agentur, die auf WordPress, Webflow oder vergleichbaren Plattformen arbeitet. Der Preis umfasst Design, Entwicklung und Launch. Typische Laufzeiten sind 4–10 Wochen.
- Für wen geeignet: kleine bis mittelgroße Unternehmen, die eine professionelle Präsenz ohne Enterprise-Budget benötigen
- Was Sie erhalten: individuelles Design auf Template-Basis, CMS, Kontaktformulare, grundlegendes SEO-Setup
- Was variiert: Qualität des Entwicklers, Tiefe der Konzeptionsphase, Betreuungsmodell nach dem Launch
- Risiko: breite Qualitätsspanne. Ein 3.000-€-WordPress-Projekt von einem erfahrenen Freelancer kann ein 8.000-€-Projekt einer Templatisierungsagentur übertreffen, wenn Brief, Struktur und Performance stimmen.
Klasse 3: Individuelle Agenturentwicklung (8.000–25.000 €)
Eine Full-Service-Agentur oder ein Spezialstudio entwickelt eine individuelle Website - typischerweise auf Next.js, Gatsby oder einem Headless CMS. Inklusive strategischer Beratung, UX-Design, individueller Entwicklung, Performance-Optimierung und strukturierter Übergabe.
- Für wen geeignet: etablierte Unternehmen mit klaren kommerziellen Zielen, hohem Traffic-Potenzial oder komplexen Anforderungen
- Was Sie erhalten: maßgeschneidert auf Ihre Geschäftsziele, schnelle Performance (90+ Core Web Vitals), skalierbare Architektur
- Zeitrahmen: 8–16 Wochen für einen gründlichen Entwicklungsprozess
- ROI-Überlegung: Eine 12.000-€-Website mit 4 % Conversion übertrifft eine 4.000-€-Website mit 1 % Conversion bei den meisten Traffic-Volumina in unter 12 Monaten.
Klasse 4: Enterprise-Projekte (25.000 €+)
Umfangreiche Plattformen, mehrsprachige Sites, E-Commerce-Integrationen, individuelle CRM- oder ERP-Anbindungen oder komplexe Inhaltsarchitekturen. Enterprise-Projekte werden präzise ausgeschrieben und entsprechend bepreist. Die Bandbreite ist groß, weil die Anforderungen so verschieden sind wie die Unternehmen, die sie in Auftrag geben.
Was im Angebot fast nie enthalten ist
Der genannte Preis entspricht selten den vollständigen Kosten für den Website-Betrieb. Diese Positionen liegen fast immer außerhalb des Angebots:
- Domain-Registrierung: 10–25 €/Jahr je nach Endung - einfach, aber oft vergessen.
- Hosting und Infrastruktur: Qualitatives Hosting für eine Unternehmenswebsite kostet 20–100 €/Monat. Manche Agenturen schließen es ein; die meisten nicht. WordPress auf Shared Hosting kann 5 €/Monat kosten; ein performantes Next.js-Deployment kostet je nach Traffic 15–60 €/Monat.
- Texterstellung: Die meisten Agenturen designen und entwickeln - schreiben aber nicht. Professionelle Website-Texte kosten für eine 10–15-seitige Site typischerweise 1.500–5.000 €.
- Fotografie und Bildmaterial: Stock-Lizenzen, individuelle Fotoshootings oder Illustrationen. Kalkulieren Sie 500–2.500 € für qualitatives Bildmaterial.
- Laufende Wartung: Eine Unternehmenswebsite benötigt Updates, Sicherheitspatches, Performance-Monitoring und Inhaltsänderungen. Ein Wartungsvertrag kostet typischerweise 100–500 €/Monat. Ohne ihn verschlechtert sich die Performance, und Sicherheitsrisiken häufen sich.
- SEO-Arbeit: Ein technisch korrekter Launch unterscheidet sich von einer nachhaltigen organischen Suchstrategie. Die meisten Projekte legen die Grundlagen - organisches Wachstum erfordert darüber hinausgehende, kontinuierliche Arbeit.
| Art des Projekts | Einmalige Kosten | Laufende Kosten/Jahr | Performance | Skalierbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Baukastensystem | 0 € | 150–600 € | Schwach–Akzeptabel | Gering |
| Freelancer / Template | 2.000–8.000 € | 300–1.500 € | Akzeptabel–Gut | Mittel |
| Individuelle Agentur | 8.000–25.000 € | 1.200–6.000 € | Gut–Sehr gut | Hoch |
| Enterprise | 25.000 €+ | 6.000 €+ | Sehr gut | Hoch |
Wie man über ROI nachdenkt
Website-Kosten sind nur im Verhältnis zu dem sinnvoll, was die Website erwirtschaften soll. Ein Dienstleistungsunternehmen mit 5.000 € pro Auftrag, das 2 Anfragen pro Monat über organische Suche gewinnt, erwirtschaftet 120.000 €/Jahr über seine Website. In diesem Kontext sind ein 15.000-€-Projekt und 3.000 €/Jahr Wartung keine Kosten - sie sind eine Kapitalinvestition mit messbarer Rendite.
Dieselbe Logik gilt umgekehrt. Eine Website für 500 €/Jahr, die keine qualifizierten Anfragen generiert, ist teuer - sie fühlt sich nur nicht teuer an, weil der Betrag klein ist. Die eigentlichen Kosten sind nicht die Position in der Buchhaltung. Es ist die Differenz zwischen dem, was Ihre Website heute konvertiert, und dem, was sie konvertieren könnte.
Fragen, die Sie vor der Beauftragung stellen sollten
- Was ist das primäre kommerzielle Ziel Ihrer Website? Leadgenerierung, E-Commerce, Terminbuchung oder Markenpräsenz?
- Was kostet Sie eine Kundengewinnung über andere Kanäle? Diese Zahl setzt die Obergrenze dafür, was eine Website-Investition rechtfertigt.
- Wie viel organischen Traffic generiert Ihre aktuelle Website, und zu welcher Conversion Rate? Die Differenz ist die quantifizierte Chance.
- Hat die Agentur nachweisbare Beispiele für Sites mit 90+ Core Web Vitals? Performance ist eine Ingenieursfrage, keine Designfrage.
- Wie sieht das Betreuungsmodell nach dem Launch aus? Eine Website ohne Wartungsplan verschlechtert sich in Performance und Sicherheit innerhalb von 12 Monaten.
Was webvise entwickelt
webvise entwickelt schnelle, individuelle Websites auf modernen Frameworks - in der Regel Next.js mit einem Headless CMS. Jedes Projekt ist von Anfang an auf Core Web Vitals, Conversion und organische Suche optimiert. Die Projekte reichen von fokussierten 8-Seiten-Websites für Dienstleister bis zu mehrsprachigen Plattformen.
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