Skip to content
webvise
· 7 Min. Lesezeit

Website-Redesign Kosten 2026: Was Unternehmer wirklich zahlen

Von €2.000 Template-Auffrischungen bis über €40.000 für individuelle Entwicklungen - was ein Website-Redesign 2026 wirklich kostet, was den Preis treibt und wie Sie vermeiden, zweimal zu zahlen.

Themen

Cost GuideWeb DesignBusiness Strategy
Teilen

Wenn ein Unternehmer fragt 'Was kostet ein Website-Redesign?', lautet die ehrliche Antwort: zwischen €2.000 und €50.000. Beide Extreme sind nachvollziehbar. Die Spanne ist nicht willkürlich - sie spiegelt grundlegend verschiedene Projekte wider.

Dieser Artikel erklärt, was die Kosten eines Website-Redesigns bestimmt, welche Beträge für verschiedene Projekttypen realistisch sind - und welche versteckten Kosten die meisten Agenturen nicht von vornherein kommunizieren.

Wofür Sie eigentlich bezahlen

Ein Website-Redesign umfasst mehrere eigenständige Arbeitsbereiche. Agenturen bündeln diese unterschiedlich, weshalb Angebote so schwer vergleichbar sind. Ein Überblick über die einzelnen Posten:

KomponenteWas darunter fälltTypische Spanne
DesignVisuelles Konzept, Layout, UX-Research€1.500–€8.000
EntwicklungAufbau der Website, CMS, Integrationen€3.000–€20.000
ContentTexterstellung, Fotografie, Video€1.000–€10.000
SEO-MigrationWeiterleitungen, Meta-Daten, technische SEO€500–€3.000
Testing & LaunchQA, Staging-Umgebung, DeploymentOft inklusive

Die Spanne innerhalb jedes Postens hängt von der Seitengröße, der Erfahrung des Teams und davon ab, ob die Agentur die Arbeit intern oder über Freelancer erledigt.

Preisrahmen nach Projekttyp

Statt einer pauschalen Zahl ist es hilfreicher zu verstehen, welche Kategorie von Projekt Sie beauftragen. Drei Haupttypen:

Template-Auffrischung: €2.000–€6.000

Ein neues Design auf Ihrem bestehenden CMS. Struktur und Inhalte bleiben weitgehend gleich; Sie erhalten ein visuelles Update ohne technische Neuarchitektur. Funktioniert gut, wenn Ihre Website schnell, sicher und inhaltlich solide ist. Nicht geeignet, wenn Performance oder Lead-Generierung das Problem sind - das sind strukturelle Probleme, die ein neuer Anstrich nicht löst.

CMS-basierter Neuaufbau: €5.000–€18.000

Ein vollständiger Neuaufbau auf WordPress, Webflow oder einer ähnlichen Plattform. Neue Struktur, neues Design, Content-Migration. Die meisten Agenturen verkaufen dies für KMU-Projekte. Das Ergebnis hängt stark von der Wahl des Themes und der Plugins ab - diese Entscheidungen bestimmen direkt Geschwindigkeit, Sicherheit und langfristige Wartungskosten.

Individueller Framework-Aufbau: €15.000–€40.000+

Eine Website auf einem modernen Framework (Next.js, Astro, Nuxt) ohne schweren CMS-Unterbau. Schneller, sicherer, geringere laufende Wartungskosten. Höhere Anfangsinvestition. Die richtige Wahl, wenn Performance geschäftskritisch ist oder wenn Sie individuelle Funktionen benötigen, die CMS-Plugins nicht zuverlässig abbilden können.

Was den Preis wirklich treibt

Vier Faktoren haben den größten Einfluss auf die Kosten - unabhängig vom Projekttyp:

  • Seitenanzahl: Eine 10-seitige Website kostet deutlich weniger als eine mit 50 Seiten. Jede Seite braucht Design-, Entwicklungs- und Contentzeit.
  • Individuelle Funktionen: Kontaktformulare sind günstig. Buchungssysteme, Konfiguratoren und API-Integrationen nicht.
  • Content-Produktion: Wenn Sie Texterstellung und professionelle Fotografie benötigen, rechnen Sie mindestens €2.000–€6.000 obendrauf.
  • Technologieentscheidung: Eine handcodierte Next.js-Website kostet mehr in der Entwicklung als ein WordPress-Theme - aber oft weniger im Betrieb über drei Jahre.

Die versteckten Kosten, die Agenturen meist verschweigen

Das Angebotspreis ist selten der tatsächliche Gesamtpreis. Fragen Sie vor der Unterschrift konkret nach:

  • Hosting: Rechnen Sie mit €20–€200/Monat je nach Lösung. Manche Agenturen binden Sie an ihr eigenes Hosting mit eingeschränkter Flexibilität.
  • Laufende Wartung: WordPress-Websites benötigen regelmäßige Updates, Sicherheits-Patches und Plugin-Pflege. Budgetieren Sie €100–€300/Monat oder tragen Sie das Risiko selbst.
  • SEO-Migration: Schlecht umgesetzte Weiterleitungen kosten Sie Ihre bisherigen Rankings. Diese technische Aufgabe erhöht zwar die Kosten, amortisiert sich aber innerhalb von Monaten.
  • Änderungen nach Launch: Fragen Sie, was es kostet, nach dem Launch eine Seite hinzuzufügen oder einen Abschnitt zu aktualisieren. Manche Agenturen berechnen €150–€500 für kleine Anpassungen.

Ein Projekt, das mit €8.000 veranschlagt wurde, kann im ersten Jahr schnell €14.000 kosten, sobald Hosting, Wartung und Nachbearbeitungen eingerechnet werden. Seriöse Agenturen machen das von Anfang an transparent.

Warum dasselbe Briefing sehr unterschiedliche Angebote erzeugt

Zwei Agenturen, dasselbe Briefing - ein Angebot über €7.000, das andere über €22.000. Beide können fair sein. Der Unterschied liegt meist bei:

  • Technologieentscheidungen (Template vs. individuelles Framework)
  • Erfahrungsniveau des Projektteams
  • Ob Content und SEO-Migration im Scope enthalten sind
  • Overheads der Agentur und Art der üblichen Kundenprojekte

Günstig ist nicht automatisch falsch. Teuer ist nicht automatisch richtig. Die entscheidende Frage lautet: Wie hoch sind die Gesamtkosten über drei Jahre - inklusive Wartung, Hosting und den Anpassungen, die Ihr Unternehmen brauchen wird?

Wie lange dauert ein Website-Redesign?

ProjekttypTypische Dauer
Template-Auffrischung2–4 Wochen
CMS-basierter Neuaufbau6–12 Wochen
Individueller Framework-Aufbau8–16 Wochen

Verzögerungen entstehen aus vorhersehbaren Gründen: Content kommt zu spät (die häufigste Ursache), Feedback-Runden vervielfachen sich oder der Scope erweitert sich mittendrin. Ein klares Briefing und ein definierter Freigabeprozess sind wertvoller als jede Zeitschätzung.

Den Wert aus Ihrem Budget herausholen

Die teuerste Website ist die, die Sie innerhalb von drei Jahren zweimal bauen müssen, weil die erste Version das eigentliche Problem nicht gelöst hat.

  • Unter €5.000: Ein gut konfiguriertes Template auf schnellem Hosting übertrifft eine billige Individuallösung in dieser Preisklasse. Priorisieren Sie Hosting-Qualität und Inhalte.
  • €5.000–€15.000: Investieren Sie Budget in Entwicklungs- und Contentqualität. Sparen Sie bei teurer Fotografie und investieren Sie in Texte.
  • €15.000+: Investieren Sie in individuelle Entwicklung. Eine gut gebaute Website in dieser Preisklasse sollte 5+ Jahre mit minimalem Wartungsaufwand halten.

Unabhängig vom Budget: Bestehen Sie auf schnellem Hosting, prüfen Sie die Performance vor der Abnahme (führen Sie einen PageSpeed-Test auf der Live-Website durch), bestätigen Sie, dass alle alten URLs korrekt weitergeleitet werden, und lassen Sie sich den Aufbau und die Wartungshinweise dokumentieren.

Die Plattformwahl: Die wichtigste Einzelentscheidung

Wenn Performance und langfristige Kosten für Ihr Unternehmen relevant sind, ist die Plattformwahl die wichtigste Entscheidung, die Sie treffen. WordPress und Webflow können exzellente Websites erzeugen - oder mittelmäßige. Moderne Frameworks wie Next.js erfordern mehr Aufwand bei der Agentursuche, bieten aber eine höhere Performance-Obergrenze und deutlich geringeren Wartungsaufwand.

Wenn Sie ohnehin ein Redesign planen: Ist das der Moment, nicht nur die visuelle Schicht zu modernisieren, sondern auch die Architektur? Die Anfangskosten sind höher, aber das Argument trägt sich über 3–5 Jahre in der Regel selbst.

Nicht sicher, was Ihre Website wirklich braucht?

Wir analysieren Ihre aktuelle Website und geben Ihnen eine klare Einschätzung - Performance, Sicherheit, Lead-Generierung - mit einer ehrlichen Empfehlung, welcher Projekttyp tatsächlich etwas bewirkt.

Kein Verkaufsdruck. Kein Fachjargon. Nur eine klare Antwort. Kostenlose Website-Analyse anfordern →